Öffnungszeiten
Öffnungszeiten für Museum Di. bis So. 10 -18 Uhr, Fundstelle:
Di. bis So. 10 – 17 Uhr.
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THE MAN WHO NEVER CEASED TO GROW
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Am Anfang des Rundwegs erwartet den Besucher THE MAN WHO NEVER CEASED TO GROW von Zadok Ben-David. Eine Reihe von größer werdenden Neanderthaler-Silhouetten aus Stahlplatten geschnitten. Ben-David hat die populärwissenschaftliche Zeichnung des ausgestorbenen Neanderthalers aus einem Time-Life-Magazin der 1930er Jahre als Vorlage verwendet. Er hat ein ironisches und hintersinniges Bild des Evolutionsgedankens geschaffen, das Entwicklung und Fortschritt auf den Arm nimmt.
MEMORIA MUNDI
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In einem von der Vegetation überwucherten, ehemaligen Steinbruch haben Anne und Patrick Poirier ein Bild für das Gedächtnis der Welt geschaffen. MEMORIA MUNDI nennen sie ihre Arbeit, die vor allem durch zwei fremde Elemente, einen Pfeil und ein Gehirn, zu einem metaphorischen Bild wird. Die Poiriers, die sich mit Orten des kollektiven Gedächtnisses auseinander setzen, haben den Steinbruch wie einen archäologischen Fundort zurückgelassen. Das Bild soll an unsere kulturellen Wurzeln und ihre Bewahrung erinnern.
SEELE
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Schon als Jugendlicher war Jaume Plensa von der Welt des Neanderthalers fasziniert, ohne zu wissen, dass es einen Ort mit diesem Namen gibt. In der Lichtung schräg gegenüber dem Mutanten steht nun sein Fragezeichen aus Aluminium mit dem Titel SEELE?. Plensa hat ein abstraktes Zeichen unseres schriftlichen Kommunikationssystems als Skulptur realisiert. Die Frage nach der Seele ist für Plensa die Frage nach den „letzten Dingen“, nach dem Wesen des Menschen. Sie bleibt für ihn eine Frage ohne Erwartung einer Antwort.
MUTANT
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In einer Brennessel-Lichtung hinter der Steinzeitwerkstatt steht auf einer Holzkiste die Arbeit von Magdalena Abakanowicz: Die Skulptur eines Vierbeiners mit dem Titel MUTANT. Es stellt weder dies, noch jenes Tier dar, es hat weder Augen noch Gesicht noch Charakter. Die Künstlerin hat für einen entscheidenden Ort der Menschheitsgeschichte und der Kulturgeschichte aus Stahlblech die Metapher für ein Wesen geschaffen, das der Mensch biologisch hervorbringen könnte. Damit wird dieses Bild zu einem Mahnbild. Der menschliche Eingriff in die Evolution ist möglich und liegt vor uns.
BEING
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Von Antony Gormley stammt die Arbeit BEING in der Düssel, die wahrscheinlich von manchem Besucher übersehen wird. Gormleys Arbeit , eine Abformung seines eigenen Körpers in Gusseisen, hat für das Leitmotiv der Menschen- Spuren, die Kunstwerke der Natur zu überlassen, emblematischen Charakter. Er überlässt seine Arbeit auch der Zeit – einer Zeit außerhalb menschlicher Maßstäbe. Mit etwas Glück entdeckt der heutige Betrachter bei niedrigem Wasserstand oder klarem Wasser die Skulptur, oder aber er hat nur das Wissen und die Erinnerung an diese Skulptur.
CALX
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Wenn der Besucher auf der rechten Seite der Düssel in Richtung Museum zurückkehrt, stößt er am Wegrand auf einen enormen Kalksteinblock, der aus der Ferne wie ein natürlicher Stein anmutet. Erst aus der Nähe erkennt man, dass der Block bearbeitet wurde. Klaus Simon hat aus dem Kalkstein ein Dokument menschlicher Bearbeitungsspuren geschaffen. Geht der Besucher weiter, so wird er über die im Stein abgeformte Bronzespirale laufen, die in den Weg eingelassen wurde. Klaus Simon geht es in seiner zweiteiligen Arbeit CALX um das Sichtbarmachen von Prozessen. Das Zusammenwirken von Naturmaterialien und menschlicher Technik ermöglichte die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung, die im Neandertal so unübersehbare Spuren hinterlassen hat.
NEANDERTAL-HECKE
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Giuseppe Pennone hat das Projekt „MenschenSpuren“ beim Wort genommen. Sein Beitrag NEANDERTAL-HECKE ist eine poetische Reflexion über den Ort und sein Thema. Für den kleinen Steinbruch an der Düssel hat Penone eine Hecke aus der hier natürlich vorkommenden Hainbuche entworfen. Unter Verwendung von Schablonen wird die Hecke in den nächsten Jahren im Wechsel von Wachsen und Schneiden die Form erhalten, die Penone anstrebt. Auf der Oberseite der Hecke werden „Trittspuren“ ausgespart bleiben, die über die Hecke laufen und in einen höheren Busch am Ende münden. In diesem höheren, buschiger wachsenden Teil der Hecke wird das Negativ einer menschlichen Figur so eingeschnitten, als sei sie in der Hecke verschwunden.
BUGATTI-BENCH
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Die Bank am Wegrand über der ehemaligen Furt durch die Düssel ist ein Werk von Ian Hamilton Finlay. Dieses kleine, bescheidene Kunstwerk von Finlay kann als solches leicht übersehen werden. In seiner BUGATTI BENCH ist der Vers eingemeißelt „BARE STREAM RACING LIKE A BUGATTI“. Der aufmerksame Betrachter wird vielleicht durch die absurde In- schrift irritiert. Mit seinen Arbeiten besetzt Finlay Orte mit Worten, die zumeist auf schlichten Gegenständen eingemeißelt sind. Dadurch erhalten die Orte eine poetische Aura, werden zu einem Raumbild. Der Betrachter erhält von Finlay eine literarische Gebrauchsanweisung für den Ort.
HABITAT
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Unerwartet taucht unter einer schützenden Roßkastanie die Arbeit von Nils-Udo auf. Ein großes Korbgeflecht hängt dort unter den gebogenen Ästen. Flechtwerk und Kastanie sind hier eine Symbiose eingegangen. HABITAT nennt Nils-Udo das fünf Meter lange Werk. Das Habitat ist die Behausung eines Wesens, das nur im Neandertal noch einen idealen Baum und Bedingungen zum Überleben vorgefunden hat. Parallel zur Natur erfindet Nils-Udo Formen, die auf den ersten Blick wie natürliche aussehen. Hinter sich verwischt er wieder die Spuren zwischen Natur und Kultur. Durch mehrfachen Vandalismus wurde das HABITAT irreparabel zerstört und ist daher nicht mehr zu sehen.
WOHER-WOHIN
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Volker Friedrich Marten hat am Zusammenfluß von Düssel und Mettmanner Bach aus einer Eiche einen Wegweiser geschaffen. Das fließende Wasser als Metapher für die verrinnende Zeit und das Neandertal selbst verleihen dem Titel WOHER-WOHIN außer der räumlichen eine zeitliche Dimension. Der Mensch und die Fragen nach seinem Ursprung, Zustand und Schicksal sind die allgegenwärtigen Themen des Tals. Woher - Wohin, die Hüllen sind zwar in ihrem Richtungsstreit gefangen, aber der Mensch kann sich, wenn er mag, selbst in den ausgebrannten Stamm stellen und über seine Spuren und Wege nachsinnen.



























